Es ist häufig das Holz des Mangobaums, aus dem afrikanische Trommeln geschnitzt werden. Es ist hart
und bietet einen guten Resonanzboden.
Aber auch sonst spielt der Mangobaum eine grosse Rolle im afrikanischen Alltag. So wird bei manchen
Volksgruppen traditionell als Erstes ein Mangobaum gepflanzt, bevor ein neues Haus gebaut wird.
_Wichtiges Lebensmittel_ Die Hauptanbaugebiete der Mangos liegen in Asien, Mittel- und
Südamerika sowie Afrika. In der Heimat der Mangos, in Indien, kennt man über 1.000 Sorten, doch nur
wenige werden auf dem Weltmarkt angeboten. Ein Baum bringt dabei pro Saison einen Ertrag von etwa
1.000 Kilogramm. Die Erntezeit ist nur kurz, in Westafrika beispielsweise von Mitte Mai bis Mitte August.
In diesen Monaten steht die Mango hier täglich auf dem Speiseplan. Die Steinfrucht enthält wertvolle
Inhaltsstoffe, ist reich an B-Vitaminen, Vitamin C
und E und vor allem an dem Provitamin A. Die Mango ist sozusagen der Apfel der Tropen. Die Schale ist
zwar hart, wird aber von den Einheimischen dennoch häufig mitgegessen. Sie wirkt verdauungsfördernd.
Die Blätter des Mangobaums werden in Afrika auf offene Wunden gelegt, denn sie wirken antibakteriell.
_Unvergleichliches Aroma_ Mangos werden unreif geerntet und müssen nachreifen. Am besten
schmecken sie, wenn sie auf Druck leicht nachgeben und einen angenehmen Duft ausströmen. Die
Färbung der Schale oder die Grösse der Frucht sind nicht unbedingt Indizien für Reife und Geschmack.
Mangos kann man schälen oder aufschneiden. Aber Vorsicht: Der Saft
gibt Flecken, die kaum zu entfernen sind! Relativ einfach lassen sich dekorative "Mango-Igel" herstellen.
Man stellt die Mango dafür
hochkant und schneidet sie rechts und links am Stein entlang in zwei Hälften. Dann ritzt man vorsichtig ein
Gitternetz ins Fruchtfleisch, wölbt die Schale nach innen und erhält so den "Mango-Igel". Die
Reste am Stein knabbert man einfach ab. Die Steinfrüchte haben ein sehr saftiges, süsses bis
säuerliches, faseriges Fruchtfleisch. Der Geschmack der verschiedenen Sorten ist recht unterschiedlich.
Die traditionelle afrikanische Küche kennt nicht sonderlich viele warme Rezepte mit der Tropenfrucht, aber
ein Fischstew klassisch mit Reis und Mango gehört zum Standard während der Mangosaison. Ein
beliebter Nachtisch ist Couscous in Sourmilk (Buttermilch) mit gewürfelten Mangos.
_Buchtipps_
* Gabriele Lehari, Peter Colditz Exotische Früchte Franckh-Kosmos,
2002 ISBN 3440091767 Preis: 3,95 Euro (Mangorezepte für den
europäischen Gaumen und viele Informationen zur Frucht. )
* Sonja Carlsson Mango Urania, 2000 ISBN: 3332010247 (Das Buch ist
vergriffen, gebraucht aber bei verschiedenen Internetbuchhändlern zu bekommen.)
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20040524/b_6.phtml